Geschichte
Der "Karneval von Muggia" findet sein weitläufiger Ursprung in der klassische venetianische Tradition, gemischt mit Einflüße der istrianische Halbinsel.
Wenn wir die Geschichte mit ein chronologischen Blick anschauen, werden wir schon im Jahre 1162 ein Brauch vorfinden, der den Name "STIER JAGD" trägt. Damals war Krieg zwischen Aquileia (die von der Hand eines reichen Lehnsherr, Voldarico, aus deutscher-longobardische Herkunft, regierd wurde) und Grado (die statt dessen von Venedig verwalted war).
Der Doge Vitale Michiel II° gewann, und als Strafe müste Voldarico, jedes volgende Jahr am Karneval-Donnerstag, der Tag an dem er diesen Krieg verlohr, ein Stier und zwölf Schweine nach Venedig schiken, damit er seiner Niederlage niemals zu vergessen hatte.
Dieser Brauch wurde sehr populär in Venedig, so das die geopferten Stiere jedes Jahr mehr wurden. Auch in den anderen venetianischen Städten wurde dieser Brauch Tradition, weitlänger als die Herrschaft von Venedig selbst.
In Muggia hat diese Gewohnheit sicherlich bis ganz den 1850 stadtgefunden. Man weiss namlich von ein Bewohner aus Muggia, CristoforoTiepolo (auch "Boldin" gennant), der im Jahre 1893, als er schon über achtzig war, so einiges dem Abt Jacopo Cavalli erzählte. So berichtet er was in Muggia am Karneval-Donnerstag passierte, als er noch ein junger Bursche war. Damals fand die "STIER JAGD" noch statt, auch wenn es mehr eine traurige Prozession als eine wilde Jagd war. Der arme Stier wurde, fest angebunden, durch die engen Straßen und Gassen Muggia geführt, bis er, total erschopft, auf dem Schlachthof gebracht wurde. Und hier war er, mit ein enzigen festen Schwerthieb, enthaupt. Sein Fleisch wurde dann, für wenig Geld, an die Burgerschaft verkauft.
Der "Karneval von Muggia" ist schon seit mehrere hundert Jahre eine Tradition, die von den Behörden begutachtet wird. Schon in Jahre 1420 gab man jeden Verein der mindestens das dreifache fur Musikanten ausgegeben hatte, ein DUKAT. Heute sind die Vereine die Karnevalsgruppen geworden, und die Musikanten sind nun die Karnevalmusik-Kappellen: "PRO SOLATIO JUVENTUTIS TEMPORE CARNISPRIVY DONETUR UNUS DUCATUS QUILIBET SOCIETATI QUE TIBICINES CONDUXEIT MAJORI PRECIO TRIUM DUCATORUM" .
Ein anderer Brauch des "Karneval von Muggia" ist der "GEMÜSE-TANZ". Der Erste der uns davon ein Bericht hinterläst ist 1611 Nicolò Manzuoli in sein Schreiben " Neue Beschreibung der Provinz Istrien ". Dieser Tanz ist gleich in der Form als der Tanz von Teseo als er glücklich für sein Sieg über das Minotaurus sich im Labirintus bewegte. Und sowohl der Manzuoli, als auch der gelehrter Bischof von Cittanova, Mons. Tommasini meinen das der Gemüse-Tanz eine Tradition der Colchi Bevölkerung gewesen ist. Dieses Volk hat Pola und auch Kapodistria gegründet, und hat warscheinlich diesen besonderen Tanz, der sehr szenisch und auch sehr choreographisch ist, in Muggia verbreitet.
Der "GEMÜSE-TANZ" wurde am Anfang auf den "Grossen Platz" (Heute Piazza Marconi gennant) am Karneval-Dienstag inszenirt. Im Jahre 1981 wurde dann dieser Tanz von einer Tanzgruppe am Karneval-Donnerstag wieder aufgefrischt. Und diese Tanzgruppe war ein Teil von der Volks-Karneval-Gruppe ONGIA. So wird nun jedes Jahr die karneval Woche in Muggia mit diesen traditionellen Tanz eröffnet.
Ein anderer historischer Brauch des "Karneval von Muggia" ist die "SCHWEIN VERSTEIGERUNG von SAN ANTONIO". Alfiero Serri spricht davon 1973 in sein Band "Der 20° Karneval von Muggia": .... Man hatte einstmal in Muggia eine Sant' Antonio Abate Kirche (heute existiert sie nicht mehr) und Sant' Antonio war der SchützPatron gegen eine besondere Hautkrankheit, das "Feuer von Sant' Antonio" und der Glöckner dieser Kirche kaufte jeden 6 Dezember in Schweinchen, das auf den beide Ohren ein Kennzeichen hatte. Mit seine kleine Glocke am Hals wandelte dieses Schweinchen frei durch Muggia und jeder begutachtete ihm und gab ihm was zum fressen..... Bis zum Karneval-Donnerstag..... dann wurde das Schweinchen geschlachtet, und auf dem grossen Markt-Platz versteigert....... Und mit den Erlös wurden dann Kerzen für Sant' Antonio gekauft.
Im Jahre 1954, nach der Unterbrechung zwischen den zwei Weltkriege, wurde der "Karneval von Muggia" dank Giordano Pacco, damals Burgermeister in Muggia, in seiner heutige Form re-organisiert: ein Preis-Wettbewerb fur Faschings-Karren und kostümierte Karneval-Gruppen die durch die Straßen von Muggia in die letzte karneval Woche marschieren. Hauptdarsteller sind immer die Karnevals-Kompanien, Gruppen die verschiedene Gründer haben: eine organization, eine Gruppe von Freunde oder Arbeitskollegen, ein Stadtviertel oder die Bewohner einer besonderen Gasse. Diese Kompanien haben sich selbst mit extrawagante Namen getauft ( Bartuele, Bellezze Naturali, Brivido, Bulli e Pupe, Cavernicoli, Cornelio, Falische, Fortebraccio, Grisa, La Bora, Lampo, Mandrioi, Ongia, Più che Cisti, Spasimo, Spazzacamini, Trottola ecc - hier werden wir nur einige Namen übersetzen: Naturliche Schönheiten, Schuttelfrost, Die Bora, Blitz, Nagel, Schornsteinfeger, usw. ). Und jedes Jahr zeigen Sie mit neue Kostüme und neue Faschings-Karren ihre unerschüttlige Phantasie. Der "Karneval von Muggia" ist das Fest von unsere ganze Kleinstadt, und ist immer wieder von jeden Muggesaner als sein Fest und sein eigenes vergnügen empfunden.
Die Besonderheit vom "Karneval von Muggia" ist das die Gesichtsmaske völlig abgeschaffen ist ( und nur in besonderst koreographische Kostüme erlaubt wird. ) Dass heist das man mitmarschiert um sich den Pubblikum zu zeigen und erkannt zu werden.
Desswegen auch sind die kleinen Gags und Scherze immer sehr "fein" und "sauber".
Eine andere Besonderheit ist das sich die Gruppen jedes Jahr ein neues Thema ausuchen und dann darauf die Kostüme, die Witze, die kleinen Schetchs und auch die Faschings-Karren mustern. So passiert es, dass jede Gruppe sein Thema auf und durch die Straßen vorträgt, und so ein wirkliches StraßenTheater vorfürt, wo auch der grosse Faschings-Karre auf höchsten Grad mitwirkt. Leider sind die Strassen von Muggia klein, kurz und mit viele Kurven, so muss man die Faschings-Karren eben etwas kleiner bauen als mann vieleicht möchte. Aber keiner hat so viele Erfindungsgabe in Farbe, Bewegung und Symphatie als seine Verfasser.
Gegenüber den "Karneval von Muggia" bleibt die Zeituhr stehen, die Trennung zwischen Alt und Jung, Erwachsener und Kind hat kein Sinn mehr, alle machen mit weil sie IN oder besser gesagt DAS Fest sind. Ein FEST das gross geschrieben werden muss, weil es eine ganz besondere Medizin ist..... weil es das Leben lieben lernt. Und ganz im besonderen ist diese positive Atmosphare die "Zauberei"" vom "Karneval von Muggia" der Grund warum der Karneval in Muggia auch am Ascher-Mittwoch niemals stirbt. Eine Tradition reich an Lachen und Wahrheit, eine Tradition die sich in die Zukunft fortpflanzt. Im Grunde genommen ist der "Karneval von Muggia" machtig reich an eine ware und große Lebensphilosophie, verwickelnd und volkstümlich, eine gute Lebensphilosophie die man als besten mit nach Hause bringt und gut bis zum nächsten Karneval aufbewehrt. (Diego CREVATIN - 1989. Űbersetzung: Barbara GRUBER)





